230 €

20 Übernachtungen
Leistungen
- Unterkunft, Vollverpflegung
- Programmgestaltung
- Freizeitleitung
Veranstalter / Anmeldung:
Amt für Jugendarbeit
des Evangelischen Kirchenkreises
Ulrike Jaeger
Hansastr. 60
32049 Herford
Fon: +49 160 94862156
Reiseleitung:
Ulrike Jaeger + Team
Internationales Jugendworkcamp in Bünde
Datum: 08.08.-28.08.2026
Die Partnerschaftsarbeit zwischen Bünde und Belarus besteht seit 1995. Von 1996 bis 2019 konnten wir jährlich in den Sommerferien ein dreiwöchiges Jugendworkcamp in Weißrussland durchführen. Politische Veränderungen und Corona führten dazu, dass 2020 bis 2022 unser Camp pausieren musste.
Seit 2023 haben wir unser Konzept für die derzeitige Lage angepasst und die Jugendworkcamps nach Bünde verlegt.
Freundinnen & Freunde vergisst man nicht und Partnerschaften auch nicht!
Also suchen wir nach Wegen der Verständigung, des Miteinanders und schaffen Räume der Begegnung, erst recht in schwierigen Zeiten!
Wir laden ein, zu einem Internationalen Jugendworkcamp in Bünde, in dem wir uns mit praktischen Arbeiten auf vielfältige Weise für bedürftige Menschen engagieren. Wir wollen die Welt, in der wir leben weder schlechten Nachrichten noch widrigen Umständen überlassen. Wir wollen als Hoffnungsträger*innen und Brückenbauer*innen tätig sein, dass sich unser Leben Heute und Morgen gut anfühlt.
Vieles ist in unseren Ländern, in Osteuropa und weltweit in Bewegung geraten. Dies stellt uns zunehmend mehr vor ungeahnte Herausforderungen. Im Sommer 2026 findet zum 4. Mal unser Camp in Bünde statt. Mit einem Arbeitseinsatz erarbeiten wir Spendengelder, mit denen wir die Kosten für das Winterholz bei hilfsbedürftigen Menschen in Belarus/Osteuropa übernehmen. Des Weiteren können wir besonders Bedürftigen Lebensmittelgutscheine und Medikamente organisieren und finanzieren. Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir keine politische Gruppe sind und uns an keinerlei derartigen Aktivitäten beteiligen. Wir sind seit Bestehen unserer Projektarbeit mit einem christlichen Menschenbild humanitär, praktisch, sozial-diakonisch tätig.
Wir sind keine Jugendfreizeit, sondern ein „Internationales Jugendworkcamp“. Neben dem praktischen Baueinsatz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind auch die Kulturen und die gemeinsame Geschichte unserer Länder integraler Bestandteil der Begegnung.
Weißrussland ist immer ein Durchgangsland für viele Kriege gewesen. Im letzten Jahrhundert waren Deutsche im 1. und 2. Weltkrieg als Besatzer dort. Die Folgen für die Bevölkerung waren eine ständige Fremdbesetzung anderer Herrscher, ein ständiger Machtwechsel, eine häufig wechselnde Landessprache und eine nur schwer zustande kommende eigene Identität und Unabhängigkeit des Landes von anderen Machthabern. Viele alte Menschen in der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Am 26.04.1986 wurde Belarus durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl in hohem Maße belastet. Viele Krisen bis in unsere Tage hinein belasten die Menschen, das Land, wie seine Nachbarn, nicht zuletzt auch uns enorm.
Was wollen wir mit dem Projekt wie erreichen:
Völkerverständigung, Friedens- und Versöhnungsarbeit bleiben nach wie vor Ziel und Inhalt unseres gemeinsamen Schaffens und Handelns. Dafür wollen wir uns auch gegenwärtig einsetzen. Unsere jahrzehntelange Zusammenarbeit ist von unseren Partnerorganisationen wertgeschätzt. Unsere Baueinsätze waren und sind von je her ein Zeichen gegen das Vergessen und stärken eine tiefe Verbundenheit zu alten, hilfsbedürftigen, alleinlebenden Menschen, die niemanden haben, der sich um sie kümmert. Auch Baueinsätze die jetzt „vorübergehend“ in Deutschland stattfinden, verbessern die Wohn- und Lebenssituationen von bedürftigen Menschen in Osteuropa. Über dem gemeinsamen Arbeiten kommen wir mit Menschen aller Generationen ins Gespräch. Die Begegnungsarbeit liegt uns besonders am Herzen und bietet viele Chancen und Möglichkeiten der Verständigung und Versöhnung. Der Austausch und das gemeinsame Lernen miteinander fördert die Persönlichkeitsentwicklung und festigt durch eigene Erfahrungen auch die eigene Werteentwicklung. Wir arbeiten talent- und gabenorientiert in unseren Einsätzen.
Aufarbeitung deutsch-belarussischer Geschichte, durch Begegnung mit Zeitzeug*innen und die historische Spurensuche sind integraler Bestandteil unserer Camp Arbeit. Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch mit den Themen: Rassismus, Antisemitismus und Vorurteile Fremden gegenüber, die ein friedliches Zusammenleben massiv stören und behindern.
*Eine Rückbegegnung von den deutschen Teilnehmenden nach Belarus kann zum derzeitigen Zeitpunkt, aufgrund der aktuellen Lage, noch nicht verbindlich zugesagt werden.
Was Du mitbringen solltest, wenn Du Dich für diesen Einsatz interessierst:
- Motivation zur praktischen Arbeit
- Kein Problem mit einem Leben auf der Isomatte und
Schlafsack in einfachen Lebensverhältnissen für drei
Wochen (Turnhalle) - Jeweils ein Vor- und ein Nachbereitungstreffen sind für die Teilnahme an dem Internationalen Jugendworkcamp Grundvoraussetzung. Hier wird über die politische Lage und unsere Möglichkeiten der Durchführung informiert.
- Vollständig geimpft sein
An dem Projekt sind beteiligt:
- Der deutsche Verein „Heim-statt Tschernobyl e.V“
- Der „International gemeinnützig-gesellschaftlich
anerkannte Verein ÖkoBau, Minsk/Belarus“ - Sozialamt Lepel
- Jugendliche und junge Erwachsene aus Osteuropa,
Bünde und dem Kreis Herford (Alter: 16-26 Jahre)







